Beitrag von Christoph Magnussen, Foto von flickr/M.J.Ambriola
Gestern ist Steve Jobs der Apple-Gründer, Vordenker und stets minimalistisch auftretende Unternehmer gestorben. Er hat mit seinen Ideen Produkte geschaffen, von denen viele von uns nie gedacht hätten, dass man eines Tages nicht ohne sie leben kann. Neben seinen Leistungen bei Apple ist Jobs aber vor allem ein inspirierender Mensch gewesen.
Mit seiner Rede vor den Stanford Absolventen 2005 hat er eindrücklich dargelegt, dass der Weg den man geht selten gradlinig ist. Es gibt immer Umwege und Hindernisse. Aber niemals Sackgassen! Am Ende muss man darauf vertrauen, dass man das Richtige tut und den eigenen Weg weitergehen, egal wie stark der Gegenwind oder wie unklar der nächste Schritt manchmal ist.
Den Rauswurf nach Strategiestreitigkeiten 1984 aus seinem eigenen Unternehmen fasste er somit kurz und knapp zusammen: „Die schwere des Erfolg-habens wurde ersetzt durch die Leichtigkeit wieder Anfänger zu sein.“
Er erkannte die innovative Kraft von Neuanfängen. Für ihn war das wichtiger, als das Streben nach Erfolg und Anerkennung an sich. Es ist aber genau diese Einstellung, die wiederum so unglaubliche Erfolge wie das iPhone und kurze Zeit später das iPad hervorgebracht hat und seit Jobs Rückkehr 1997 ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Apple geworden ist.
Ob Apple ohne Jobs weiterhin so erfolgreich sein wird, kann niemand sagen. Sicher ist jedoch, dass seine Erfolgsformel jeden Tag bei Apple gelebt wird. Ideen werden immer wieder noch einmal durchdacht und häufig komplett über Bord geworfen, um von vorne anzufangen. THINK different! war und ist das Motto. Das ist schmerzhaft und wird nicht in vielen Unternehmen so konsequent gelebt, wie bei Apple. Und Steve Jobs selbst hat den Anspruch auf die eigene Arbeit entsprechend hoch angesetzt und in seiner Rede in Stanford gesagt: “Seid Euch darüber bewusst, dass Eure Zeit begrenzt ist.” Wer also aus seiner Arbeit und seinen Ideen etwas machen will, der sollte es anpacken und nicht ewig damit warten.
Eine Sache wird aber definitiv fehlen. Die Worte kurz vor Ende der Key Note: „There is one more thing!“