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	<title>Christoph Magnussen</title>
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		<title>Stay hungry, stay foolish &#8211; and think!</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 07:59:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Beitrag von Christoph Magnussen, Foto von flickr/M.J.Ambriola Gestern ist Steve Jobs der Apple-Gründer, Vordenker und stets minimalistisch auftretende Unternehmer gestorben. Er hat mit seinen Ideen Produkte geschaffen, von denen viele von uns nie gedacht hätten, dass man eines Tages nicht ohne sie leben kann. Neben seinen Leistungen bei Apple ist Jobs aber vor allem ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/Think-different.png"><img class="size-full wp-image-946 alignnone" title="Think different" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/Think-different.png" alt="" width="600" height="321" /></a></p>
<p><span style="color: #999999;">Beitrag von Christoph Magnussen, Foto von flickr/M.J.Ambriola</span></p>
<p>Gestern ist Steve Jobs der Apple-Gründer, Vordenker und stets minimalistisch auftretende Unternehmer gestorben. Er hat mit seinen Ideen Produkte geschaffen, von denen viele von uns nie gedacht hätten, dass man eines Tages nicht ohne sie leben kann. Neben seinen Leistungen bei Apple ist Jobs aber vor allem ein inspirierender Mensch gewesen.</p>
<p>Mit seiner Rede vor den Stanford Absolventen 2005 hat er eindrücklich dargelegt, dass der Weg den man geht selten gradlinig ist. Es gibt immer Umwege und Hindernisse. Aber niemals Sackgassen! Am Ende muss man darauf vertrauen, dass man das Richtige tut und den eigenen Weg weitergehen, egal wie stark der Gegenwind oder wie unklar der nächste Schritt manchmal ist.<br />
Den Rauswurf nach Strategiestreitigkeiten 1984 aus seinem eigenen Unternehmen fasste er somit kurz und knapp zusammen: <strong>„Die schwere des Erfolg-habens wurde ersetzt durch die Leichtigkeit wieder Anfänger zu sein.“</strong></p>
<p>Er erkannte die innovative Kraft von Neuanfängen. Für ihn war das wichtiger, als das Streben nach Erfolg und Anerkennung an sich. Es ist aber genau diese Einstellung, die wiederum so unglaubliche Erfolge wie das iPhone und kurze Zeit später das iPad hervorgebracht hat und seit Jobs Rückkehr 1997 ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur von Apple geworden ist.</p>
<p>Ob Apple ohne Jobs weiterhin so erfolgreich sein wird, kann niemand sagen. Sicher ist jedoch, dass seine Erfolgsformel jeden Tag bei Apple gelebt wird. Ideen werden immer wieder noch einmal durchdacht und häufig komplett über Bord geworfen, um von vorne anzufangen. THINK different! war und ist das Motto. Das ist schmerzhaft und wird nicht in vielen Unternehmen so konsequent gelebt, wie bei Apple. Und Steve Jobs selbst hat den Anspruch auf die eigene Arbeit entsprechend hoch angesetzt und in seiner Rede in Stanford gesagt: &#8220;Seid Euch darüber bewusst, dass Eure Zeit begrenzt ist.&#8221; Wer also aus seiner Arbeit und seinen Ideen etwas machen will, der sollte es anpacken und nicht ewig damit warten.</p>
<p>Eine Sache wird aber definitiv fehlen. Die Worte kurz vor Ende der Key Note:<strong> „There is one more thing!“</strong></p>
<p><object width="600" height="440" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/D1R-jKKp3NA?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="600" height="440" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/D1R-jKKp3NA?version=3&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" allowFullScreen="true" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" /></object></p>
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		<title>Ein Dutzend Firmen leiten und trotzdem gelassen arbeiten &#8211; Kurzinterview mit Günter Faltin</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 05:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität & Minimalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es darum geht, mehrere Projekte gleichzeitig zu schmeißen und sich trotzdem nicht von den wichtigen Dingen ablenken zu lassen, ist der Gründer der Teekampagne und Autor des Buches Kopf schlägt Kapital Professor Günter Faltin, ein gutes Vorbild. Ich hatte die Gelegenheit ihn zu fragen, wie er seinen Tag organisiert und sich nicht aus de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es darum geht, mehrere Projekte gleichzeitig zu schmeißen und sich trotzdem nicht von den wichtigen Dingen ablenken zu lassen, ist der Gründer der <a href="http://www.teekampagne.de">Teekampagne</a> und Autor des Buches <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446415645/ref=as_li_qf_sp_asin_tl?ie=UTF8&#038;tag=christophmagn-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3446415645">Kopf schlägt Kapital</a> Professor Günter Faltin, ein gutes Vorbild. Ich hatte die Gelegenheit ihn zu fragen, wie er seinen Tag organisiert und sich nicht aus de Ruhe bringen lässt. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/28113127?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="601" height="338" frameborder="0"></iframe><br />
Mehr zum Thema <strong>&#8220;Gelassener arbeiten&#8221; </strong>gibt´s bei <a href="http://bit.ly/nTGq2a">Zencover</a>.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fchristophmagnussen.com%2Farchives%2F2011%2F08%2F26%2Fein-dutzend-firmen-leiten-und-trotzdem-gelassen-arbeiten-kurzinterview-mit-gunter-faltin-2%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		<title>Weltherrschaft geht nicht von heute auf morgen, aber der Weg dahin ist auch nicht schlecht</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 13:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Artikel von Christoph Magnussen. Was haben die erste große Liebe und die erste Gründung gemeinsam? Den unerschütterlichen Glauben daran, dass es für ewig hält und sich alles so entwickelt, wie gemeinsam erträumt. Für Gründungs-Wellen, wie sie derzeit wieder im Gange sind, gelten die 4 „F“: „Founding, Funding, Fatalism and F… hard work“ mit dem großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/Christoph-Magnussen.png"><img class="alignnone size-full wp-image-848" title="Christoph Magnussen" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/Christoph-Magnussen.png" alt="" width="600" height="444" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Artikel von<strong> </strong></span></em><em><span style="color: #808080;"><strong><a href="http://christophmagnussen.com/about">Christoph Magnussen.</a> </strong></span></em></p>
<p>Was haben die erste große Liebe und die erste Gründung gemeinsam? Den unerschütterlichen Glauben daran, dass es für ewig hält und sich alles so entwickelt, wie gemeinsam erträumt. Für Gründungs-Wellen, wie sie derzeit wieder im Gange sind, gelten die 4 „F“: <strong>„Founding, Funding, Fatalism and F… hard work“</strong> mit dem großen Endziel, wie sollte es anders sein: World Dominion! Pech nur, wenn es ein paar Tage länger dauert als geplant. Dann ist die Enttäuschung meist groß. Aber Gott sei Dank ist Gründen mehr als das. Und damit es beim nächsten Mal kein böses Erwachen gibt, wenn doch mehr Puste gefragt ist, als gedacht, habe ich hier die <strong>vier Gründer-Gesetze</strong> für den nächsten Versuch, die Weltherrschaft an sich zu reißen:</p>
<p><strong>1. Das Gras auf der anderen Seite sieht immer grüner aus. </strong><br />
Das Unternehmerleben ist herrlich! Man ist sein eigener Chef, man kann lange schlafen, kann eigentlich aus der Hängematte heraus arbeiten und wird dann noch mit Geld überhäuft. Sicherlich &#8211; und warum sollten denn ausschließlich  25 jährige amerikanische Jung-Unternehmer Milliardär werden können? Das sollte doch auch für uns gelten!?<br />
Das ist die rosa-rote Brille vor einer Gründung, die alles andere schöner und strahlender aussehen lässt, als den eigenen Job oder die eigene Firma. Man schaut auf ein Geschäftsmodell und denkt sich “Mensch na klar, die haben das gut. Und ich murks mich hier so ab.“ In dem Moment gilt es cool zu bleiben und einmal in Ruhe durchzuatmen, bevor man alles stehen und liegen lässt. Es gibt immer einen, der die Rechnung bezahlen muss, es gibt auch immer ein paar Opfer, die man bringen muss und es gibt auch immer ein paar dumme Sprüche, die man sich bei einer neuen Gründung anhören muss. <strong>Alles hat seinen Preis.</strong></p>
<p><strong>2. Cash ist King &#8211; das war so, das ist so, das wird immer so bleiben.</strong><br />
Ich liebe den Satz: „Was wir machen ist anders als früher“ oder „die Mechanismen haben sich doch völlig geändert“. Dazu fällt mir nur eine Sache ein: BULLSHIT! Das was zählt ist <strong>„Cash in de Täsch“</strong>. Wer gründet sollte auf ein paar Punkte achten: (a) wo die Kohle herkommt, (b) wie man sie zusammenhält, und (c) wie man es sinnvoll einsetzt.<br />
Auf die Kohle achten hilft, um Krisenzeiten zu überstehen, weiter zu wachsen und sich selbst dann auch mal ein vernünftiges Gehalt zu genehmigen.</p>
<p><strong>3. Company-Building &#8211; Bauen macht mehr Spaß als Wohnen.</strong><br />
Viele Gründer starten mit dem großen Ziel, einen Exit zu machen. Jeden Tag hält man sich das Ziel wieder vor und versucht ihm ein Stück näher zu kommen. Alles richtig, aber man darf eines dabei nicht vergessen: das Bauen ist die Herausforderung.<br />
Es ist ein großartiges Gefühl, an dem Geschäftsmodell zu arbeiten, an Prozessen zu schrauben,<strong> die Firma jeden Tag ein Stück größer und besser zu machen</strong>. Das ist das, was den richtig erfolgreichen Unternehmer ausmacht. Sie lieben es, sich völlig in eine einzige Sache zu vertiefen. So wie ein Songwriter, der einen neuen Titel schreibt oder ein Designer, der eine Kollektion entwirft. Sie bauen an der Firma. Der Erfolg am Ende ist gar nicht mehr so wichtig. Der kommt von allein.</p>
<p><strong>4. Die Profikiller-Mentalität macht den Unterschied. </strong><br />
Beim Gründen laufen auch mal Sachen schief. Vielleicht klappt es auch mal gar nicht mit der Firma und man muss nochmal starten. <strong>Who cares! <a href="http://christophmagnussen.com/archives/2010/09/07/schluss-ende-aus-uber-die-kunst-des-scheiterns/">Jeder schießt mal daneben</a>.</strong> Allerdings läuft ein Profikiller nach einem Fehlschuss nicht wie wild im Kreis und ärgert sich über seine zittrige Hand. Im Gegenteil! <strong>Er bleibt in aller Ruhe stehen, lädt nochmals durch und drückt erneut ab.</strong><br />
Die Wahrscheinlichkeit bei einer Gründung Mist zu bauen ist hoch. Sich an dieser Stelle nicht zurückzuziehen, sondern die Gelassenheit zu entwickeln und in stoischer Ruhe weiterzugehen macht den Unterschied.</p>
<p>Weltherrschaft ist ein super Ziel und ein Gründer, der behauptet, dass er noch nie an den großen Geldregen gedacht hat, der lügt oder hat aufgegeben, bevor er gestartet ist. Wer aber keinen Spaß an der Sache hat und bei jedem kleinsten Widerstand mit sich ringt, der sollte sich überlegen, ob er nicht doch lieber mit Platzpatronen auf den Übungsplatz geht.</p>
<p><strong>Mehr darüber lesen? Hier gibt es <a href="http://christophmagnussen.com/inspiration/">spannende Lektüre</a>, die ich wärmstens empfehlen kann.</strong></p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fchristophmagnussen.com%2Farchives%2F2011%2F04%2F21%2Fweltherrschaft-geht-nicht-von-heute-auf-morgen-aber-der-weg-dahin-ist-auch-nicht-schlecht%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		<title>Stay focused. 5 hands on strategies to escape the office madness and become more productive</title>
		<link>http://christophmagnussen.com/archives/2011/02/24/stay-focused-5-hands-on-strategies-to-escape-the-office-madness-and-become-more-productive/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Feb 2011 15:13:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Produktivität & Minimalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Article by Christoph Magnussen. I am a focus fatalist. I love being productive in terms of creating things. I love to get stuff done and I believe that focussing on the essentials is one of the most important habits of an entrepreneur. But even if you are really good in organizing stuff and working long [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/Stay-Focused-Christoph-Magnussen.png"><img class="alignnone size-full wp-image-718" title="Stay Focused Christoph Magnussen" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/Stay-Focused-Christoph-Magnussen.png" alt="" width="600" height="434" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Article by<strong> </strong></span></em><em><span style="color: #808080;"><strong><a href="http://christophmagnussen.com/about">Christoph Magnussen.</a> </strong></span></em></p>
<p>I am a focus fatalist. I love being productive in terms of creating things. I love to get stuff done and I believe that focussing on the essentials is one of the most important habits of an entrepreneur. But even if you are really good in organizing stuff and working long hours it does not mean that you get your important things done.  We are distracted by many annoying things that keep us from working on our projects. Instead of pushing our new business idea we get stuck in checking e-mails, updating our facebook status, surfing on the Internet or attending some useless meeting with colleagues. Afterwards we wonder how other entrepreneurs are able to create new ventures in just a few days or weeks. The secret is to stay focused. Even if everyone around you tries to distract you.</p>
<p>The <strong>seduction of distraction</strong> is hard to beat, but there are a few strategies. During the last years I collected ideas from other entrepreneurs and my own experience for being more productive. Here are 5 hands on strategies:</p>
<p><strong>1. Plan the big blocks of the week</strong><br />
Imagine the week is an empty glass and you need to fill it with all your work: big ice blocks, crushed ice and water. What would be the best order to fill up your glass? If you start with the water the added big blocks will let the glass overflow immidiately. The obvious trick is to start with the big blocks, than add the crushed ice, which fits into the holes between the big blocks and in the end you top it up with water. The same applies to our work. If you start with all the small tasks on Monday, you will run out of time for your big tasks and end up pretty stressed on Friday. So, first plan your big ice blocks and start with them right away, everything else comes later.</p>
<p><strong>2. Kill all distractors around you</strong><br />
It is the daily fight against <strong>&#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=R55e-uHQna0">Darth Distraction</a>&#8220;</strong>. The moment you switch on your computer you are already sucked in by many options to interrupt your tasks and do something else you actually wanted to. It is the Skype autostart window that tells you that a friend still needs an answer. 20 browser windows with text that you still want to read. 50 unread e-mails that need a reply. etc. The simple trick is the <strong>one window policy.</strong> By using a simple program like the Text Editor to work on a text or a concept you can avoid all distracting tools: No formatting, no Internet, just typing.<br />
For anyone with a really bad Internet addiction I strongly recommend the <a href="http://lifehacker.com/#!5452620/stayfocusd-blocks-and-manages-time+sucking-web-sites">StayFocusd app</a>. This funny program blocks the Internet connection for the time you really need to focus.</p>
<p><strong>3. Start with a routine</strong><br />
I used to start my day with getting up shortly before I needed to leave home and hurry to the office. I think many people do so. A couple of years ago I figured out, that the morning is the only time of the day that no one can take away from you. Since then I try to get up early, have a relaxing breakfast, read the news and start with one easy task (but no e-mails!). This is my morning routine that really helps me starting the day with a clear mind. Surplus it always puts me in a good mood to rock the challenges of the day.</p>
<p><strong>4. Learn to swim</strong><br />
There is so much information out there that makes us almost drowning every day. Not only hundreds of e-mails but also news, calls, reports, project updates etc. Take a look at Facebook: The world literally never sleeps.<br />
We need to accept that this information flood will grow stronger every day and we will never be able to stop it, since we are not the Hoover Dam. But we can learn to swim with the flow if we understand, that we do not need to know everything. We do not need to see every e-mail that employees are writing in carbon copy. And we do not need every detail on project reports. Some of the most efficient entrepreneurs in the world <a href="http://christophmagnussen.com/archives/2010/10/07/wer-die-weltherrschaft-will-sollte-telefonieren-alle-anderen-konnen-weiter-e-mails-schreiben/" target="_self">prefer the phone instead of e-mail </a>because they can focus on the few very important calls instead of reading all the useless <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Abk%C3%BCrzungen_(Netzjargon)#F" target="_self">FYI</a> e-mails.</p>
<p><strong>5. Rock your day like Rockefeller</strong><br />
Rockefeller, one of the most successful entrepreneurs in history, used to focus his work by using the Top 5 method. His lists of projects were so extensive, that he could never finish his projects. Every night before going to bed, Rockefeller checked his task lists and decided which Top 5 tasks were the most important ones for the next day. He than wrote them down on a piece of paper that he could take with him the next morning, in order not to get caught by every day distractions. A very simple but very powerful method that doubles productivity in almost no time.<br />
Instead of starting with e-mails, I do the Top 5 and decide that way what to do first (this also means that no employee or business partner can rule my day). Like Rockefeller, if there is a distraction, I take out my <a href="http://www.zencover.com/products/zencover-notizbuch" target="_self">notebook</a> and check my Top 5 to get back on track.</p>
<p>For more ideas on focus and productivity check out the <a href="http://www.zencover.com" target="_blank">Zencover</a> website and<a href="http://www.zencover.com/blogs/zencover-news" target="_blank"> Stay focused Blog</a>.</p>
<iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http%3A%2F%2Fchristophmagnussen.com%2Farchives%2F2011%2F02%2F24%2Fstay-focused-5-hands-on-strategies-to-escape-the-office-madness-and-become-more-productive%2F&amp;layout=standard&amp;show_faces=true&amp;width=450&amp;action=like&amp;colorscheme=light&amp;height=80" scrolling="no" frameborder="0" style="border:none; overflow:hidden; width:450px; height:80px;" allowTransparency="true"></iframe>]]></content:encoded>
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		<title>What is success? &#8211; Learn from the Country of Yellow Hats.</title>
		<link>http://christophmagnussen.com/archives/2011/01/28/what-is-success-learn-from-the-country-of-yellow-hats/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Jan 2011 07:41:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Werte & Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Article by Christoph Magnussen. Recommend via Facebook. Foto von Helgi / photocase.com There are quite a few people that constantly think about success. I cannot claim not to be one of them – at least from time to time. As an entrepreneur success usually is seen as the measure of our endeavors. Thus it is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocase7677ncoh51695831.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-676" title="photocase7677ncoh51695831" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocase7677ncoh51695831.jpg" alt="" width="600" height="600" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Article by<strong> </strong></span></em><a href="http://christophmagnussen.com/about"><em><span style="color: #808080;"><strong>Christoph Magnussen.</strong></span></em></a><span style="color: #808080;"> Recommend via <a href="http://www.facebook.com/christophmagnussen">Facebook</a>. Foto von Helgi / photocase.com</span></p>
<p>There are quite a few people that constantly think about success. I cannot claim not to be one of them – at least from time to time. As an entrepreneur success usually is seen as the measure of our endeavors. Thus it is very important for us.</p>
<p>The only issue:  everyone seems to know exactly what success is. Many times it is the money in your bank account, your big house and car or the strongly admired exit. People then love to talk about their company revenue or the number of employees to show how successful they are. Sure you need to make money, sure an exit is really nice, but if you start with that in mind and stumble upon it every day, you miss the opportunity to build a world changing, thrilling successful company. Any business with a really big impact such as Google, Skype, Virgin and many others were founded with a vision to make difference, not a lot of money in first place. Later success happened and generated more momentum for the company.</p>
<p><strong>Ok so what is success?</strong>  Think of a foreign country. Lets call it the “Country of Yellow Hats”. In this country you recognize successful people because of their yellow hats. Everyone wants to have one. People admire those lucky guys with a yellow hat. But you cannot buy one. You receive one by accident. Imagine you are visiting this country for the first time. Can you imagine that stupid image? You would probably do not understand why there is a crowd around those people, why they are on TV. But what if you look at it from their perspective: they do not understand why people admire other houses, cars or expensive clothing’s. They would not understand why a company exit is a something to work for night and day. <strong>This points out that success is something completely made up by yourself.  And the criteria for success is either defined by yourself or based on comparison within your peer group. Even if you are an independent entrepreneur you will have your social network.</strong> The same is true for doctors, lawyers, and professors or maybe just your best friend or wife.</p>
<p>If you are able to reduce this influence and define what success really means for you in your life, you will be on the way to success without pursuing it. But how does that work? How can you gain more independence from all the pressure and influence? To answer that question I had an inspiring talk with a very special entrepreneur and friend of mine <a href="http://www.xing.com/profile/Gerald_Haag">Gerry Haag</a>. He made some really fascinating experiences that I would like to share here.</p>
<p>Gerry grew up in Kiel and lived in Canada as well as in Australia. He is an Internet serial-entrepreneur since 1998 and was one of Amazon’s first managers in Europe. He built companies like Dropshop and <a href="http://www.gourmondo.de">Gourmondo</a>, an e-Commerce business specialized in high quality food. Lately he built the German branch of the UK startup <a href="http://www.lovefilm.com">Lovefilm</a> and scaled it from 2 to 60 employees.  But he quit this job (including his monetary incentives) to go traveling around the world with his wife and the two kids, although the company just started to negotiate about a multimillion-dollar IPO.</p>
<p><strong>So the question is: Did he miss a success in not selling his shares or did he succeed in a way that money cannot buy?</strong></p>
<p><em><strong>Christoph</strong>: Gerry &#8211; you founded quite a few companies. Did all of them succeed? </em></p>
<p><strong>Gerry:</strong> I would classify Amazon and Gourmondo as successful businesses. In 2004 we founded Dropshop, an e-Commerce startup that was focused on reselling used products on secondary markets like eBay and got financed with a valuation of 20 Million EUR. The consumer side of the business didn´t work out at all. We then switched to the B2C market, which did work, because we were selling overstock of large brand manufactures. But it was a very hard way to make money and thus very hard to get an exit. So we closed it, gave a significant amount of the raised money back to our investors. I then went to Lovefilm, which is the equivalent to Netflix in Europe.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> How do you usually work and what was your job at Lovefilm?</em></p>
<p><strong>Gerry: </strong>As in all the startups I worked either as the founder or a manager. It was my job to grow the business from small to relatively large, which we did with Lovefilm in Germany. I´m used to start with teams of less than 5 and finish when we are 50 or 100 people at the company. This is the kind of experience I have. When I think back at starting gourmondo in 2002 for example, we did the entire logistics of the food from my basement and took my car to drive the orders to the local post office. In the case of Lovefilm I managed to take the company from 6 digit Euros annual revenues to 8 digits within two years.</p>
<p><em><strong>Christoph: </strong>Why did you leave the company right before an exit?</em></p>
<p><strong>Gerry: </strong>By that time we were just preparing the switch from DVD to digital world at Lovefilm and facing the IPO. As you can imagine there were still some interesting opportunities and challenges. But my wife Gesine and I made a serious decision. We decided that I would quit the job and the four of us, including our kids Robinson and Sienna, would go on a world tour before the children would start to go to school a year later. That is why I decided to go, although I had a considerable number of options on the table. It is interesting to note here that Lovefilm still has not had an exit, but I strongly believe in Lovefilm and that such an exit will happen in the future. Maybe another entrepreneur with a different focus would have stayed, but for me the trip trumped the money.</p>
<p><em><strong>Christoph: </strong>So what exactly was on your mind when you made that decision?</em></p>
<p><strong>Gerry: </strong>You know there are actually two things I thought about. The first one is based on my experience as an Internet entrepreneur. As we have seen many, many times, there is absolutely no guarantee in these exits. They may or may not happen. I have seen many more examples of exits not happening than exits happening. And people are having all these expectations about them happening and actually they do not happen. That gets people literally depressed. Just imagine they are focusing their whole life on this company and the exit and then it doesn`t happen.</p>
<p>My second thought was influenced by a quote from the CEO of Coca Cola who said: “Life is like juggling five balls. Those are your love partner, your family, your health, your friends and your work. The first four balls are made of glass. If you drop one of them, they will scar or break. The last one – your work – is made of rubber. It always comes back to you.” And you know, it`s true. If you look at the situation especially in central Europe right now, there are again many opportunities and they are coming back to you all the time. I also strongly believe this is a mindset: if you really want a new opportunity to come your way, you can make it happen.</p>
<p><em><strong>Christoph: </strong>So when you went on the trip, was there a certain goal for you?</em></p>
<p><strong>Gerry: </strong>I think there are people with a natural curiosity, who always want to travel. My father has been to 120 countries and when you put me into a country, that I don´t know yet, I always want to look around the next corner. I think I have a gene in me driving me to those expeditions. Also, we both have a strong passion for surfing and kitesurfing, which was the focus of much of our trip.</p>
<p>The other reason for us is, that every once in a while we take a step back from our lives and take some time of to get out of the hamster wheel and look at ourselves. When you are caught in everyday life, there is no chance for you to start creative thinking. You need to get out for that. And it is a luxury – you can really call it a luxury – to step back and evaluate, what life means for you and what you want to do with it from time to time. And for me it turns out that I always come back with a plan and thoughts about stuff that I want to do and how I want to move forward but also with other stuff that I immediately eliminate from my life when I get back.</p>
<p>But what is more and actually close to my heart is that my wife and I really wanted to spend time with our children while they are still young. We wanted to teach them appreciation, respect and tolerance for other cultures as well as the environment, to give them the right roots for their life. It is definitely a good time before they reach the school age. You know we saw everything from a multimillion-dollar villa to living in the bush with a skirt around our waists and a machete in our hands.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> There is this place you told me about called <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=vanuatu&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Vanuatu&#038;z=5">Vanuatu</a>, which is similar in terms of success to what I call “The Country of Yellow Hats”. What does this country look like and what does success mean to the people living there?</em></p>
<p><strong>Gerry:</strong> The reason we traveled to Vanuatu was because they topped the list of a study done by the New Economic Foundation called the “<a href="http://www.happyplanetindex.org">Happy Planet Index</a>”,  which I think is a great concept and an alternative to GDP. It basically stated that the happiest people on the planet live in Vanuatu. I wanted to see for myself.</p>
<p>So you have to imagine 83 islands in the middle of the South Pacific, with still 400 languages spoken until today. Since we didn´t want to stay in the capital we went to this island called Tanna with probably<strong> </strong>12 cars and 30.000 habitants.</p>
<p>Now coming back to your question of success these guys don´t know the concept of money, which was striking for me. The reason for that is simple: there is nothing to buy. They know what a car is and they have started to get used to the concept of concrete housing as opposed to palm leaves. But they have their own little houses and their own gardens where they grow food. They simply have a lot of time because there is not much to worry about.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> So what do they actually do all day long?</em></p>
<p><strong>Gerry:</strong> They don´t do very much. They are in the fortunate position that they live in a very sustainable environment, where everyone has enough to eat and drink. They look very healthy because of the food they have. And they do something that none of us could ever do, even if we went to a monastery for half a year. They just sit at the beach for hours and do nothing. They just look at the ocean and think and enjoy.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> And what does success mean for them if they do nothing?</em></p>
<p><strong>Gerry: </strong>In contrast to us they still live in strong communities in little villages. Success for them is being respected by other clan members, which they achieve mostly by helping and supporting other clan members. So when they help each other they get the respect.</p>
<p>That is completely the opposite of what we do. We are an individualistic driven culture. We always look for getting further ahead of others and compete. We usually never ask, what we can do to help others because we first look out for ourselves.</p>
<p>That is why I think we are lacking compassion, which means to have a feeling for others and help them to live a good life. That is a completely different concept of success.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> What about you personally? What does success mean for you?</em></p>
<p><strong>Gerry: </strong>I think apart from having values and compassion, for me success means fulfillment. I feel successful if I am living a fulfilled life. A fulfilled life for me contains curiosity and adventure, partly experienced by our journey, but I try to implement that every day, week, month or year.  A lot of fulfillment comes from my family, the time I spent with my friends, sports and experiencing the beauty of nature.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> How did you find out what success really means for you in your life?</em></p>
<p><strong>Gerry:</strong> I was always a person, who was looking for flow, even without knowing it. I like to call these moments &#8220;flow moments&#8221;. When everything is just perfect and seems to run without any hassle. <a href="http://christophmagnussen.com/inspiration/">Flow</a> is a principle invented by Csikszentmihalyi in the 1960, and basically means being immersed in an activity without external motivation or incentives, forgetting about yourself and the world around you, fully being “in the moment”. The easiest way to think about “flow moments” is by the way, if you sit down and think about your happiest moments in your last ten years. Typically there are some moments like hanging out with friends on a mountain, doing sport activities, doing something stupid and so on. My point is that they are typically not work related. They always have other people or nature involved. I unconsciously think I had that as a big part of my life, but the realization really came in the last five to ten years.</p>
<p>The second part is building the companies that we talked about earlier. This is also an important part of my life to make it more fulfilled and also finance my lifestyle and trips like ours. Those company successes are nice and it feels good to have created something, but guess what: That feeling goes away as soon as the first champagne has dried. So if you don´t have a more fundamental passion in your life, you won’t feel flow and thus have fewer moments of fulfilment. Don´t get me wrong: you need money to finance stuff, but money is not the most important driver for me. The prime driver to me is build and launch something that people like and does something good. It feels like taking some pieces of wood and start building a house that people can live in, ideally for a long time. So it´s a home for employees and also a long time service for clients. You created something and that is great. But the real success and feeling of flow comes from inside of you, when you enjoy something even without thinking about what others say about it.</p>
<p>That would be my advice for entrepreneurs out there: What ever you do, put all your enthusiasm into it, but make sure that you don´t forget what´s really important in your life. Do something that you really like to do and not stuff that other people think its cool. I don´t do anything with the expectation or goal that people will think I´m cool.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> So did you succeed in your life?</em></p>
<p><strong>Gerry:</strong> I have experienced many moments of flow and creation, so the way I have defined success for me, the answer is yes.</p>
<p><em><strong>Christoph:</strong> Thanks for your time Gerry.</em></p>
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		<title>&#8220;I&#8217;m Entrepreneur. I solve problems.&#8221; &#8220;Good! We got one.&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Dec 2010 07:13:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktivität & Minimalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmertum & Geschäftsmodelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Beitrag von Christoph Magnussen. Empfehlungen über Facebook. Foto von complize/photocase.com Unternehmer sind Problemlöser. Sie müssen sich nicht nur mit Strategien auskennen sondern oft auch selbst anpacken. Aber nur wenige wissen, wie man die richtige Balance zwischen nah am operativen Geschehen sein und abstrakter Planung findet und vor allem, warum das so wichtig ist. Dazu ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocasej7nii6qp51571641-1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-550" title="photocasej7nii6qp51571641 (1)" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocasej7nii6qp51571641-1.jpg" alt="" width="600" height="517" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Beitrag von<strong> </strong></span></em><a href="http://christophmagnussen.com/about"><em><span style="color: #808080;"><strong>Christoph Magnussen.</strong></span></em></a><span style="color: #808080;"> Empfehlungen über <a href="http://www.facebook.com/christophmagnussen">Facebook</a>. Foto von complize/photocase.com</span></p>
<p>Unternehmer sind Problemlöser. Sie müssen sich nicht nur mit Strategien auskennen sondern oft auch selbst anpacken. Aber nur wenige wissen, wie man die richtige Balance zwischen nah am operativen Geschehen sein und abstrakter Planung findet und vor allem, warum das so wichtig ist. Dazu ein kleines Beispiel:</p>
<p>Napoléon I. (1769-1821), Profiteur der Französischen Revolution und selbstgekrönter Kaiser, war bekannt als Workaholic und politisch äußerst geschickt. Er hat unsere Welt bis heute beeinflusst (z.B. ist die Wehrpflicht ein Relikt aus seinen Zeiten). Ein Detail aus seinem Leben ist allerdings weniger bekannt: Napoléon besaß eine Reise-Kutsche, aus der er arbeitete, wenn er unterwegs war. Diese Kutsche war mit einem (für damalige Verhältnisse) modernen Spezial-Tisch ausgestattet, der die starken Erschütterungen während der Fahrt abfedern konnte. So war es ihm möglich auch auf Reisen lange Texte zu schreiben. Aber damit nicht genug. Mit gleicher Geschwindigkeit mussten fünf Kuriere neben seiner Kutsche mitreiten, an die er dann  seine schriftlichen Anweisungen weiterreichen konnte, um sie im ganzen Land verteilen zu lassen. Diese &#8220;Horse-Mail&#8221; war quasi das Äquivalent zu unserer E-Mail, mit einem kleinen Unterschied. Das konnte sich damals nicht jeder leisten. Oder wollte! Denn kein anderer Herrscher des 17. Jahrhunderts hätte sich überhaupt die Mühe gemacht, eine solche Spezial-Kutsche zu entwerfen. Warum sollte man selbst etwas schreiben? Dazu hatte man doch Personal.</p>
<p>Nun war Napoléon zwar kein Gutmensch und moralisch sicherlich auch nicht unbedingt ein Vorbild. Aber man kann ihm nicht absprechen, dass er in seinem Hauptbestreben enorm erfolgreich gewesen ist: Möglichst viel Macht zu erlangen. Seine Fähigkeit nicht nur die große Linien im Überblick zu behalten, sondern vor allem auch wichtige Details selbst anzupacken, hat ihm auf dem Weg sehr geholfen. So stammten beispielsweise einige der bedeutensten Gesetzestexte der Zeit aus seiner eigenen Feder und die richtungsweisenden Ideen für das Militär kamen von ihm.</p>
<p>Heute reisen zwar nur noch wenige mit so einer coolen Kutsche, aber mit Blackberry und iPhone haben wir einen ziemlich guten und vor allem günstigen Ersatz dafür gefunden. Wie kleine Napoléon&#8217;s, können wir von überall aus arbeiten und unsere Aufträge in der ganzen Welt verteilen. Grenzen sind uns eigentlich keine gesetzt.</p>
<p>Genau da beginnt aber das Problem. Irgendjemand hat großzügig Kutschen verteilt, aber nicht alle können damit umgehen. Mails und Aufgaben werden heute wahllos an Mitarbeiter verteilt und sorgen vermutlich für mehr Unproduktivität als Facebook, Skype und Spiegel-Online zusammen. Entschiedene Aufgaben werden abgegeben, da sie zu &#8220;operativ&#8221; sind, Aufträge werden unklar delegiert und wichtige strategische Entscheidungen bekommen nicht genug Planungszeit. Was können wir von Napoléon und anderen Profi-Handlern lernen, um <strong>die richtige Balance zwischen Strategie und Handeln</strong> zu finden?</p>
<p><strong>1. Fokus auf die Key-Kohle-Bringer</strong><br />
Schlimmer als nicht zu handeln, ist es, bei den falschen Dingen zu handeln. Die meisten E-Mails die wir schreiben bringen nichts, 80% unserer Aufgaben sind Luftnummern und nur sehr wenige Meetings bringen uns wirklich weiter. Wenn wir das begriffen haben, sind wir schon ein ganzes Stück weiter. Und wenn wir  dann noch genau identifiziert haben, wo unsere Kohle exakt herkommt, dann sollten wir uns tunlichst darauf konzentrieren.<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Mateschitz">Dietrich Mateschitz</a>, der Gründer von Red Bull, hat die Marketingpläne für seinen Energy-Drink selbst entwickelt und auch heute noch ein Auge darauf. Ohne Marketing gäbe es das Phänomen Red Bull überhaupt nicht. Ein Unternehmer muss nicht alles wissen, um Gottes Willen, aber er muss wissen, wo seine Kohle herkommt, diesen Bereich beherrschen und nie ganz abgeben.</p>
<p><strong>2. Die &#8220;Aus den Augen aus dem Sinn&#8221; Falle vermeiden</strong><br />
Es fühlt sich ja so gut an, Aufgaben abzugeben: für den Fernsehspot und die Website haben wir eine Agentur, die sich über&#8217;s Wochenende mal was ausdenken soll. Die Kunden rufen beim Call Center an, die lästigen Interviews mit der Presse sollen unsere PR Leute machen und die Zahlen hat unser Buchhalter parat &#8211; wenn es denn jemanden interessiert.<br />
Und schon sind wir zum &#8220;Durchwinker&#8221; mutiert und bekommen neben der Tagezeitung nur noch die  Unterschriftenmappen zu lesen. Nicht das mich jemand falsch versteht. Ich bin großer Verfechter der Auffassung, dass Unternehmer &#8220;an&#8221; und nicht &#8220;in&#8221; ihren Firmen arbeiten sollten. Das heißt aber nicht, dass sie zum Analphabeten werden sollen. Delegieren scheint heute so einfach, wie nie zuvor. Mal eben eine kurze E-Mail rausgeschickt und schon scheint das Problem gelöst. Aber Vorsicht! Nachfassen und Dranbleiben ist Pflicht, ansonsten geht nichts voran. Eine verschickte E-Mail ist noch keine getane Arbeit.</p>
<p><strong>3. Schluss mit dem Geblubber, es müssen echte Aufträge geschrieben werden</strong><br />
Von dem Investor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Warren_Buffett">Warren Buffet</a> ist bekannt, dass er genau einmal im Jahr je einen Brief an die Manager seiner Firmen schickt, die ihre Ziele beinhalten. Die restliche Zeit lässt er sie arbeiten. Die meisten anderen Manager oder auch Investoren bombardieren ihre Mitarbeiter und Manager regelrecht mit Ideen, Meetingeinladungen, Rückfragen und Spezial-Aufträgen. Die wenigsten von Ihnen sind aber so erfolgreich wie Buffet.<br />
Die Kunst liegt eben darin, erst nachzudenken und im Anschluss einen klaren Auftrag zu formulieren. Kein Geblubber, keine  Füllwörter, keine Ausschweifungen, keine falschen Höflichkeiten. Das gilt für das Telefon und noch vielmehr für schriftliche Aufträge per E-Mail, da mögliche Rückfragen zu einem unklaren Auftrag nicht sofort gestellt werden können. Erwartungen klar skizzieren, konkrete Deadlines setzen  und eine Bestätigung darüber einholen, ob der Auftrag richtig verstanden wurde. Das kann doch nicht so schwer sein?! In vielen Unternehmen herrscht allerdings ein Weichspühlmutti-Ton vor, der in Umschweifungen und an drei CC-Empfänger umschreibt &#8220;jemand sollte mal&#8221; oder &#8220;könnte einer von euch, wenn zeitlich möglich&#8221;?<br />
Freunde! Zettel und Stift in die Hand nehmen, Arsch in die Hose und dann auf einer Seite schreiben was Sache ist: Auftrag, Details und Deadline. Das reicht, um seine Leute eine Woche am Laufen zu halten, dann können sie den Rest der Woche fokussiert arbeiten. Niemand braucht 100 E-Mails pro Tag. Eine durchdachte E-Mail pro Tag (für echte Pro&#8217;s eine pro Woche) reicht. Alles andere ist SPAM.</p>
<p><strong>4. Freiräume schaffen und selbst Hand anlegen</strong><br />
Es gibt Dinge, die kann und sollte man nicht aus der Hand geben. Das macht ein guter Arzt ja auch nicht. Das kann die Formulierung einer Stellenanzeige für einen wichtigen neuen Mitarbeiter sein, der eigene TV Spot oder auch eine Präsentation, die eben kein anderer machen kann. Das Entscheidende dabei ist, dass man dazu Freiräume braucht, um sich auf diese Dinge konzentrieren zu können. Es funktioniert nämlich nicht, wenn wir uns den ganzen Tag im Büro ablenken lassen. Wir müssen uns diese Freiräume erkämpfen und Orte oder Zeiten finden, an denen konzentriertes Arbeiten möglich ist. Bei den wenigsten ist es das Büro (hier ein netter Beitrag von<a href="http://www.ted.com/talks/jason_fried_why_work_doesn_t_happen_at_work.html"> Jason Fried</a> dazu). Es kann zu Hause sein, oder ein Café, bei einigen vielleicht die Uni-Bibliothek. Wenn es das Büro sein muss, sollte man sich zumindest ein richtig gutes <a href="http://www.bose.de/DE/de/home-entertainment/headphones-and-headsets/acoustic-noise-cancelling-headphones/qc3/index.jsp">Headset</a> zulegen und von jedem, der bei Stillarbeit unterbricht einen Straf-Euro einsammeln. Das wirkt Wunder und fördert eine Unternehmenskultur, in der es wirklich zählt, Output zu produzieren und nicht nur Aufgaben von links nach rechts zu schieben.</p>
<p><strong>5. Sich von guten Handlern inspirieren lassen</strong><br />
Um Handeln und richtiges Delegieren wirklich zu verinnerlichen, empfehle ich in den kommenden Tagen einen Lehrfilm, der gleichzeitig wohl einer der großartigsten Filme überhaupt ist, anzuschauen: Pulp Fiction.<br />
In einer Schlüsselszene machen die  beiden Protagonisten Jimmy und Vincent Bekanntschaft mit Mr. Wolf, der dafür bekannt ist, Probleme zu lösen. Mit einer Leiche im Auto, die verschwinden muss, haben Jimmy und Vicent ein echtes Problem. <strong>Mr. Wolf zeigt, wie Unternehmer zu Handlern werden und Aufträge richtig erteilen: mit klaren Ansagen. Vorhang auf für Mr. Wolf und viel Spaß beim Üben.</strong></p>
<blockquote><p><strong>Mr. Wolf:</strong> Jimmie, lead the way. Boys, get to work.<br />
<strong>Vincent:</strong> A please would be nice.<br />
<strong>Mr. Wolf:</strong>: Come again?<br />
<strong>Vincent:</strong> I said a please would be nice.<br />
<strong>Mr. Wolf:</strong> Get it straight buster &#8211; I&#8217;m not here to say please, I&#8217;m here to tell you what to do and if self-preservation is an instinct you possess you&#8217;d better fucking do it and do it quick. I&#8217;m here to help &#8211; if my help&#8217;s not appreciated then lotsa luck, gentlemen.<br />
<strong>Jules:</strong> No, Mr. Wolf, it ain&#8217;t like that, your help is definitely appreciated.<br />
<strong>Vincent:</strong> I don&#8217;t mean any disrespect, I just don&#8217;t like people barking orders at me.<br />
<strong>Mr. Wolf:</strong> If I&#8217;m curt with you it&#8217;s because time is a factor. I think fast, I talk fast and I need you guys to act fast if you wanna get out of this. So, pretty please&#8230; with sugar on top. Clean the fucking car.</p></blockquote>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/wWmRTjLRMfU?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/wWmRTjLRMfU?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><em>Dieser Beitrag ist inspiriert an einem äußerst netten Bargespräch mit Christian im Rodeo Club Berlin.<br />
</em></p>
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		<title>Entrepreneurship: Vorsicht Suchtgefahr!</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Oct 2010 16:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Unternehmertum & Geschäftsmodelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Beitrag von Christoph Magnussen. Empfehlungen über Facebook. Foto von brombeerblatt/photocase.com Son, why don&#8217;t you get a job? Man arbeitet Nächte und Wochenenden durch, quält sich lange mit Gehältern rum, die anderswo als nicht zumutbar gelten (wenn man überhaupt eines bekommt) und erntet mitleidige Blicke, wenn man schon wieder den Städtetrip mit den alten Freunden absagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocase4814338351289841.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-513" title="photocase4814338351289841" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocase4814338351289841.jpg" alt="" width="600" height="440" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Beitrag von<strong> </strong></span></em><a href="http://christophmagnussen.com/about"><em><span style="color: #808080;"><strong>Christoph Magnussen.</strong></span></em></a><span style="color: #808080;"> Empfehlungen über <a href="http://www.facebook.com/christophmagnussen">Facebook</a>. Foto von brombeerblatt/photocase.com</span></p>
<blockquote><p>Son, why don&#8217;t you get a job?</p></blockquote>
<p>Man arbeitet Nächte und Wochenenden durch, quält sich lange mit Gehältern rum, die anderswo als nicht zumutbar gelten (wenn man überhaupt eines bekommt) und erntet mitleidige Blicke, wenn man schon wieder den Städtetrip mit den alten Freunden absagen muss, weil man nicht kann oder kein Geld hat. Wer nicht schon einmal selbst Unternehmerluft geschnuppert hat, kann es kaum nachvollziehen, dass man trotz aller Hürden dieses Leben auf sich nimmt, anstatt einen &#8220;normalen&#8221; Job anzunehmen.</p>
<p>Die Erklärung ist in den meisten Fällen recht simpel: Unternehmer können es einfach nicht lassen. Sie wollen schlichtweg Unternehmer bleiben. Sie wollen keinen Chef, niemanden nach Urlaub fragen müssen, keine Anträge für neues Büromaterial stellen und selbst die Verantwortung für ihre Entscheidungen tragen. Daher ist es auch kein Job, den man einfach kündigen kann. Es ist mehr eine Einstellung, mit der man auch in schlechten Zeiten leben muss und will. Morten Lund hat es unter dem Statement: &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=4CYkiQ4ZgNI">I&#8217;m an Entrepreholic, I just can&#8217;t stop doing it.</a>&#8221; sehr schön zusammengefasst.</p>
<p>Aber der Drang nach der Unabhängigkeit des Unternehmerdaseins kann auch sehr schnell in einen Zwang umschlagen. Man will unbedingt Unternehmer sein und blendet Optionen links und rechts des Weges aus. Klar ist es wichtig, sich auf sein Ziel zu fokussieren und konsequent dranzubleiben, jedoch sollte es nicht in negativen &#8220;Entrepreholismus&#8221; umschlagen. Boomende Gründerphasen wie Ende der 90er die Internet-Bubble oder auch immer wieder kleine Hochphasen in den Gründerszenen führen zu etwas, was mit der Zeit der Goldfunde in Kalifornien im 19. Jahrhundert zu vergleichen ist: dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goldrausch">Goldrausch</a>.</p>
<p>Die Goldsucher zu der Zeit hatten nichts weiter im Kopf, als den nächsten Nugget zu finden. Gespräche in den Kneipen, natürlich der Arbeitsalltag und auch die Freizeit &#8211; alles richtete sich darauf aus. Ganze Städte wurden damals aus dem Boden gestampft und sind später zu Geisterstädten verkommen. So sehr dieser Rausch ganze Regionen dennoch belebt hat &#8211; Kalifornien lebt ja heute noch vom Mythos des „American Dream“ &#8211; so wenig haben die Goldsucher ernsthaft davon profitiert. Die meisten sind mit leeren Händen nach Hause gegangen bzw. haben ihren Lebensabend in Armut verbracht. Der Rausch hat sie blind und taub gemacht, denn es gab durchaus Möglichkeiten, um in dieser Zeit viel, sehr viel Geld zu verdienen. Eine Handvoll Geschäftsmänner haben in der Zeit erkannt, dass sie nicht das Geld durch die unkalkulierbare Goldsuche machen, sondern vor allem mit dem kalkulierbaren Verkauf von Werkzeugen und auch Zugtickets nach Kalifornien an die Goldsucher. Also mit Dingen, die jeder Goldsucher brauchte, um seinen Traum vom schnellen Geld zu leben. Sie hatten einen klaren Blick auf die Dinge und haben sich nicht verführen lassen.</p>
<p>Gerade die Internet Startup-Szene hat durchaus ein paar Parallelen. Es gibt sehr viele, die hoffen ein nächstes Youtube, Napster oder gar Facebook zu gründen und durch einen schnellen Exit für den Rest des Lebens ausgesorgt zu haben. Auch wenn es nur wenige zugeben würden, so ist das doch ein häufiges Gründungsmotiv und ja auch durchaus legitim. Man darf nur nicht vergessen, dass es wahrscheinlicher ist mit einem riesen Goldfund reich zu werden, als durch den Verkauf des nächsten Youtubes. Zumal wirklich niemand weiß, was &#8220;The Next Big Thing&#8221; sein wird.</p>
<p>Genau dieser Traum ist es aber, mit dem junge Gründer starten und dabei Gefahr laufen, sich zu verrennen. Man macht allzu große Zugeständnisse gegenüber Investoren, um schneller Geld zu bekommen. Man gibt zu viele Anteile ab oder nimmt nur so halbwegs passende Mitgründer mit rein, nur um schneller zu sein als der Wettbewerber, weil man glaubt, der Markt vertrage nur ein Unternehmen. Oder noch schlimmer: man verfolgt eine &#8220;tote&#8221; Geschäftsidee weiter und verdrängt dabei die Realität, ohne die viele Möglichkeiten am Wegesrand überhaupt wahrzunehmen. In allen Fällen gibt man das ab, was das Unternehmersein im Kern ausmacht, nämlich die Freiheit selbst zu entscheiden und damit Neues zu erschaffen ohne nach Vorgaben von Investoren oder Druck aus dem Markt handeln zu müssen. </p>
<p>Der zweite Nachteil eines solchen Rausches kann auch erfahrenere Gründer treffen und äußert sich darin, dass man nur noch das Ziel allein im Auge hat und keine Freude mehr für das empfinden kann, was man tagtäglich erlebt. Das ist schon sehr bitter, vor allem wenn man bedenkt, dass man als Unternehmer selbst entscheidet, mit wem man wo und wie arbeitet oder vor allem, wie die Unternehmenskultur und -struktur aussehen soll. Es zwingt uns ja niemand dazu und trotzdem haben viele Unternehmer nicht nur ein paar Tage, sondern lange Phasen oder gar Jahre in denen sie sich ins Büro quälen und mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden arbeiten, mit denen die Arbeit einfach keinen Spaß macht. Ich will damit ja nicht sagen, dass man die Flinte ins Korn werfen soll, um Gottes Willen, vor allem dann nicht, wenn es in der Firma gut läuft. Wenn es aber in der Firma nicht gut läuft und man auch keinen Spaß am eigenen Unternehmen hat, sollte man sich ernsthaft überlegen, was man da tut und ob es nicht schlauer wäre einmal <a href="http://christophmagnussen.com/archives/2010/07/12/das-richtige-modell-fur-die-weltherrschaft/">ein wenig Abstand zu gewinnen,</a> anstatt mit eiserner Miene weiterzulaufen.</p>
<p>Es gibt aber auch gute Seiten, sich an der Droge Entrepreneurship zu berauschen. Einmal genascht weiß man, wieviel Kraft es freisetzen kann für sich selbst und sein eigenes Ziel zu arbeiten. Etwas zu erschaffen, dass vorher nicht da war, anderen Menschen Arbeit zu geben oder schlichtweg ein Team mit nicht mehr als einer Vision loslaufen zu lassen, um eine Idee zu verwirklichen. Das sind unglaubliche Momente. Ohne die Sucht danach würde es wohl kein Unternehmer schaffen, die Kraft freizusetzen, um gegen jegliche Widerstände ein neues Produkt auf den Markt zu bringen oder gegen jegliche Kritik aus dem engsten Freundeskreis zu bestehen, weil man als einziger von einem innovativen Konzept überzeugt ist. Die Droge Entrepreneurship setzt Leidenschaft und den Drang frei, es immer wieder zu versuchen. Gott sei Dank. Denn ohne diesen Rausch würde es Erfindungen, wie den Gummireifen aus Kautschuck (die Vulkanisation von Charles Goodyear), elektrisches Licht bzw. das Telefon (Thomas Edison) und viele andere Dinge, die uns heute umgeben gar nicht geben. Erfinder wie Dyson, Industrielle wie Friedrich Krupp I. oder Henry Ford, aber auch Künstler wie die ersten Impressionisten, die gegen viele Widerstände für ihre neue Malweise gekämpft haben, verspürten diese Leidenschaft, sonst hätten sie auf dem Weg aufgegeben. <a href="http://christophmagnussen.com/archives/2010/06/22/wille-ist-maechtiger-als-intellekt/">Entrepreneurship kann wie Adrenalin wirken und ungeahnte Kräfte freisetzen</a>, die uns Großes erschaffen lassen. In einer Phase in der viele nur den Nebel sehen und Angst haben, sich zu verlaufen, geht ein Unternehmer voran und gibt den Weg vor. Bei klarer Sicht kann das jeder. </p>
<p>So hat die Droge Entrepreneurship sehr gute und schlechte Seiten, die jeder für sich selbst abwägen muss. Geht man mit ihr nicht richtig um, so kann man in einen Rausch gezogen werden, der in einer Sucht endet, die nicht glücklich macht. Dann braucht man eine gescheite Entziehungskur.</p>
<p>Setzt man sie aber richtig ein, beflügelt sie uns, um Großes zu vollbringen. </p>
<p><em>Ich freue mich weiterhin über Empfehlungen via <a href="http://www.facebook.com/christophmagnussen">Facebook</a>. Für alle, die mir direkt Feedback zum Artikel geben wollen, gibt es ab sofort den <strong>Leserbrief</strong>.</em></p>
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		<title>Wer die Weltherrschaft will sollte telefonieren. Alle anderen können weiter E-Mails schreiben.</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 21:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Produktivität & Minimalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Beitrag von Christoph Magnussen. Empfehlungen über Facebook. Foto von theelectriclowrider/ photocase.com Die meisten Unternehmer, die ich kenne, bekommen einige hundert E-Mails pro Tag und sind entsprechend lange damit beschäftigt, ihre Antworten runterzuhacken. Gerne auch mal schneller, als die Rechtschreib-Polizei erlaubt. Auch wenn E-Mails sicherlich ihre gute Seite haben, so sind sie gleichzeitig eine der zeitfressensten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocase4ghyu8pu51132411.jpg"><img src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocase4ghyu8pu51132411.jpg" alt="" title="photocase4ghyu8pu51132411" width="600" height="399" class="alignnone size-full wp-image-498" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Beitrag von<strong> </strong></span></em><a href="http://christophmagnussen.com/about"><em><span style="color: #808080;"><strong>Christoph Magnussen.</strong></span></em></a><span style="color: #808080;"> Empfehlungen über <a href="http://www.facebook.com/christophmagnussen">Facebook</a>. Foto von theelectriclowrider/ photocase.com</span></p>
<p>Die meisten Unternehmer, die ich kenne, bekommen einige hundert E-Mails pro Tag und sind entsprechend lange damit beschäftigt, ihre Antworten runterzuhacken. Gerne auch mal schneller, als die Rechtschreib-Polizei erlaubt. Auch wenn E-Mails sicherlich ihre gute Seite haben, so sind sie gleichzeitig eine der zeitfressensten Krankheiten der Generation Internet. Sehr viele erfolgreiche Unternehmer wie z.B. Richard Branson verzichten sogar komplett auf die elektronische Post. Branson ist vielmehr bekannt dafür, dass er ständig am Telefon hängt und wenn es nötig ist, einen persönlichen, gut durchdachten Brief schreibt.</p>
<p>Es ist aber nicht nur eine gefühlte Sache, vielmehr sprechen viele gute Gründe dafür, das Telefon der E-Mail-Flut vorzuziehen und dadurch nicht nur kostbare Lebenszeit zu gewinnen und die Nerven zu schonen, sondern vor allem sehr viel poduktiver zu arbeiten. </p>
<p><strong>1. Telefonieren geht schneller</strong><br />
Der Schein trügt, dass man mit einer E-Mail mal eben schnell etwas erledigen kann. Zack ein zwei Zeilen und schon ist man durch. Dabei hat man die Arbeit nur verschoben, denn in den seltensten Fällen ist es mit einer Mail getan. Meistens müssen wir auf eine Antwort warten oder nochmal nachfassen, weil es nicht schnell genug geht. Wenn wir das dann auch noch innerhalb der gleichen Firma machen, wälzen wir die Arbeit nur auf Kollegen ab, was der Gesamtproduktivität schadet. Dabei hätte ein kurzes Telefonat gereicht.</p>
<p><strong>2. Mehr Mails ziehen mehr Mails nach sich</strong><br />
Das kennt eigentlich jeder von uns. Kaum ist die Inbox leergearbeitet und man klopft sich vor lauter Stolz auf die Schulter, sind auch schon wieder neue E-Mails da. Es ist ein endloser Kreislauf. Je mehr Mails wir rausschicken, desto mehr bekommen wir auch wieder. Nicht mal eine nahezu perfekt formulierte Mail mit einem klaren Auftrag wird hingenommen und ohne Rückfragen erledigt. Es kommen Nachfragen zum Auftrag, eine Bestätigung, jemand drittes wird cc gesetzt usw. Das ist Ping Pong spielen, nichts anderes. Statt also Arbeit zu erledigen, halten wir einen Kreislauf in Gang, der vielen Menschen viel Zeit kostet.</p>
<p><strong>3. E-Mails verbreiten Hektik, die nicht Not tut</strong><br />
Ich liebe die Anrufe, in denen ich mir vorstelle, wie mein Gegenüber mit wedelnden Armen am Schreibtisch sitzt, fast hyperventilierend &#8220;Wie!? Sie haben meine Mail noch nicht gelesen?&#8221; Wenn früher etwas Dringendes passiert ist, dann kam eine nette Dame mit einem Zettel ins Meeting gelaufen, um den Chef dezent darüber zu informieren. Ob es wichtig genug ist oder nicht, hat sie entschieden. Man sieht sowas ab und an noch in alten Hollywood-Filmen.<br />
Heute erwartet jedermann, dass wir unser BlackBerry auf dem Tisch haben und jedes Mal, wenn er durch Blinken nach Aufmerksamkeit schreit, nachsehen, ob die Nachricht so wichtig ist, dass wir doch noch eine Nachtschicht einlegen müssen. Google hat nun eine neue Funktion, die zumindest das Priorisieren der Mails abnehmen soll. Damit kann man die Flut dann managen, aber abarbeiten muss mann den Quatsch, der da teilweise reinfliegt, immer noch selbst. Bleibt also durch die selektive Wahrnehmung, die der überladene E-Mail-Nutzer von heute entwickelt hat, dann doch mal was liegen oder wird übersehen, entsteht Hektik, die wir mit einem einzigen Anruf hätten verhindern können. Merke! Wichtiges Zeug am Telefon besprechen!</p>
<p><strong>4. Auto-Notifier sind schlimmer als Facebook</strong><br />
Es wird ja immer gerne behauptet, dass Facebook und Co. der Produktivitätskiller Nummer 1 sind. Bitte? Hat schon mal jemand über Auto-Notifier nachgedacht?<br />
Ich möchste mal denjenigen sehen, der eine Prüfung schreibt, während alle 5 Minuten jemand in den Raum kommt um die Namen der Anwesenden abzufragen, weil eine Nachricht am Empfang abgegeben wurde. Ich glaube es gibt niemanden, der in so einer Situation, in der ein hohes Maß an Konzentration notwendig ist, eine gelungene Prüfung hinlegt. Aber genau dieser Situation setzen sich viele Menschen jeden Tag im Büro aus bzw. es wird erwartet. Alle paar Minuten popt der Auto-Notifier auf und lenkt von der eigentlichen Aufgabe ab. Über mangelnde Qualität und eine hohe Fehlerquote darf sich dann kein Chef mehr wundern. Es gibt sogar Studien, die gezeigt haben, dass man genauso gut während der Arbeit kiffen könnte! Das würde aufs Gleiche hinauslaufen, wie ständig unterbrochen zu werden und sich immer wieder neu einzuarbeiten. Das Telefon weiterzuleiten scheint normal zu sein. Aber den Auto-Notifier auszustellen fällt so schwer. Grundregel für morgen: Aus damit!</p>
<p><strong>5. CC ist Politik, keine Arbeit</strong><br />
Ein großer Vorteil des Telefons ist das fehlende CC Feld. Ständig wird man selbst CC gesetzt oder macht selbiges bei Kollegen und Geschäftspartnern. Unter Produktivitätsgesichtspunkten ist es das schlimmste aller E-Mail Features. Es ist dazu da, um Politik zu machen oder sich den Hintern abzusichern. Jeder soll sehen, dass man seine Arbeit gemacht hat und die anderen Schuld sind: man hat ja eine E-Mail geschickt. Und natürlich ist so auch gleich alles schriftlich dokumentiert, wie es sich für einen ordentlichen Bürokratiestaat gehört.<br />
Da das Sammeln von Emails nicht zu meinen Hobbies gehört, habe ich eine einfache Regel: Jede Mail die nicht direkt an mich adressiert ist oder (wenn ich doch mal CC stehe) mich nicht direkt in den ersten Zeilen anspricht, wird gelöscht. Klingt radikal, sorgt aber für sehr viel mehr Überblick und Zeit. Die wirklich wichtigen Sachen passieren bei mir eh am Telefon. Macht sich ein Absender nicht mal die Mühe mich persönlich anzusprechen, brauch ich auch nix lesen. </p>
<p><strong>6. Handys haben einen Ausschalter, Mail-Accounts haben nur einen Autoresponder </strong><br />
Es gibt doch kein schöneres Handyfeature als den Ausknopf. Aus. Offline. Nicht erreichbar. Herrlich!<br />
Ich kenne einige Unternehmer, die dann nicht mal eine Mobilbox haben, sondern einfach nicht erreichbar sind. Wahnsinn, oder? Das traut man sich ja fast gar nicht. Wie kann man nur so verwegen sein, wo doch alle Welt von uns erwartet &#8220;always online“ zu sein und immer erreichbar. Man macht es eben. Tut übrigens sehr gut, mal wieder eine Mittagspause ohne Klingeln, Blinken, Vibrieren.<br />
Das einzige Pendant, das Mails hier bieten, ist der Auto-Responder, der uns im Urlaub oder auch mal an Tagen in den wir ein paar Stunden unterwegs sind, vertreten soll. Seinem Namen macht der automatische Beantworter allerdings ebenfalls keine Ehre. Statt die Mails eben automatisch zu beantworten, kommt die Standardantwort und in der Woche nach dem Urlaub verbringen wir erstmal zwei Tage damit, alles aufzuarbeiten, obwohl sich viele Dinge von alleine erledigt haben. So richtig sinnvoll ist das nicht. Man könnte allerdings einen Autoresponder aufsetzen, wie es <a href="http://www.fourhourworkweek.com/blog/">Tim Ferris in der 4 Stunden Woche</a> vorschlägt und aller Welt mitteilen, dass man seine Mails nur am Montag zwischen 8.00 und 12.00 Uhr checkt. Ob das allerdings gesellschaftliche Akzeptanz findet, sei mal dahingestellt.</p>
<p><strong>7. Durchs Telefon kann man &#8220;schreien&#8221;</strong><br />
Ein Telefonat ist einfach persönlicher. Ich merke, wie mein Gegenüber drauf ist, kann die kleinen feinen Unterschiede in der Stimme raushören, direkt auf ein Missverständnis eingehen oder selbst einfach mal sehr viel deutlicher oder eben &#8220;lauter werden&#8221;. Da nicht jeder von uns Goethes Schreibtalent hat, ist das bei einem geschriebenen Text sehr viel schwieriger. Ich habe schon viele Menschen durchs Telefon schreien gesehen (oder gehört), aber bisher keinen durch eine E-Mail. </p>
<p><strong>9. Das Telefon ist ein Fokus-Tool</strong><br />
Beim Telefonieren beschränkt man sich, in dem meisten Fällen zumindest, auf eine Sache. Man telefoniert eben. Klar, manche wandern umher, andere kritzeln seltsames Zeugs aufs Papier, aber meistens telefoniert man nur.<br />
Wenn man an E-Mails arbeitet ist man seltener so fokussiert. Der Browser ist nicht weit weg. Ein kurzer Klick und schon ist man in den Untiefen des Internets verloren und kommt nicht wieder raus. Wenn man komplexe Themen behandelt, bei denen viel Konzentration erforderlich ist, dann ist das Telefon sicherlich das bessere Tool.</p>
<p><strong>10. BigBrother ist ein E-Mail Junkie</strong><br />
Ein weiterer Grund das Telefon vorzuziehen, liegt wohl darin, dass BigBrother es sehr viel schwerer hat Telefonate mitzuprotokollieren, während E-Mails auch Jahre später einfach von der Festplatte gezogen werden können. Das ist sicherlich nicht für jeden von uns interessant, aber man muss sich immer wieder vor Augen halten, dass der Unsinn, den wir da tagtäglich durch die Gegend schicken, auf irgendwelchen Servern zwischengespeichert wird, von denen wir nicht mal wissen, dass es sie gibt. </p>
<p>Also bevor man das nächste Mal wieder etwas schnell &#8220;runterhackt&#8221; und sich danach ärgert, dass der &#8220;Rückgängig machen&#8221; Button noch nicht bei allen E-Mail Programmen funktioniert, sollte man sich überlegen, ob vielleicht ein kurzes Telefonat viel Arbeit und Nerven spart. &#8220;Fire and forget!&#8221; war sowieso noch nie ein gutes Motto.</p>
<p>Über Weiterempfehlungen jeglicher Art oder sonstige Verbreitungen über <a href="http://www.facebook.com/christophmagnussen">Facebook</a> oder Blogs freut sich der Autor natürlich immer sehr. Hier der Link: <a href="http://christophmagnussen.com/archives/2010/09/07/wer-die-weltherrschaft-will-sollte-telefonieren-alle-anderen-konnen-weiter-e-mails-schreiben/">http://christophmagnussen.com/archives/2010/09/07/wer-die-weltherrschaft-will-sollte-telefonieren-alle-anderen-konnen-weiter-e-mails-schreiben/</a></p>
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		<item>
		<title>Schluss, Ende, Aus &#8211; über die Kunst des Scheiterns</title>
		<link>http://christophmagnussen.com/archives/2010/09/07/schluss-ende-aus-uber-die-kunst-des-scheiterns/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 07:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werte & Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Beitrag von Christoph Magnussen. Foto von john krempl / photocase.com Vor einiger Zeit hatte ich mal erwähnt, dass ich nicht glaube, dass ein Gründer zwingend einmal in seinem Leben gescheitert sein muss. Zwar schafft es nicht jeder Unternehmer völlig frei von Hindernissen nach oben, es gibt aber sehr viele, die es so geschafft haben. Alle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocasen8fi86bg51058511.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-463" title="photocasen8fi86bg51058511" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocasen8fi86bg51058511.jpg" alt="" width="540" height="627" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Beitrag von<strong> </strong></span></em><a href="http://christophmagnussen.com/about"><em><span style="color: #808080;"><strong>Christoph Magnussen.</strong></span></em></a><span style="color: #808080;"> Foto von john krempl / photocase.com</span></p>
<p>Vor einiger Zeit hatte ich mal erwähnt, dass ich nicht glaube, dass ein Gründer zwingend einmal in seinem Leben gescheitert sein muss. Zwar schafft es nicht jeder Unternehmer völlig frei von Hindernissen nach oben, es gibt aber sehr viele, die es so geschafft haben. Alle Welt glaubt, dass Scheitern und Gründen unweigerlich zusammengehören, dabei halte ich persönlich die beiden für kein besonders gutes Paar. Wie kann es also sein, dass manche Menschen mit Leichtigkeit und scheinbar ohne Niederlagen durch´s Leben kommen? Keine einfache Frage, aber die Antwort ist simpel: Das Geheimnis liegt in der Perspektive.</p>
<p>Für den Unternehmer gehören Höhen und Tiefen zum Alltag dazu. Es ist Teil des Spiels, auf das er sich eingelassen hat. Man hat sich selbst dafür entschieden und weiß, was das bedeutet. Viele andere Menschen dagegen streben (durchaus legitim) nach einem sorgenfreien Leben und versuchen Risiken, Ängste bzw. Gefahren zu minimieren. &#8220;Cover-Your-Ass&#8221;-Strategien in Großkonzernen, E-Mail‘s per CC schicken, um sich abzusichern und auf alles, was man besitzt eine Versicherung abschließen. Das sind nur drei Beispiele dafür, wie Risiken vermieden werden sollen.</p>
<p>Es ist auch die Angst vor dem Scheitern an sich, die zum Scheitern selbst führt und Menschen davon abhält etwas zu wagen. Daher ist es an der Zeit, den bösen Dämon des &#8220;Scheiterns&#8221; zu entzaubern!</p>
<p><strong>&#8220;Scheitern gehört zum guten Ton&#8221; vs. &#8220;Scheitern=Schande&#8221;</strong><br />
In den USA gehört es zum guten Ton, dass ein Unternehmer, mindestens einmal in seiner Karriere eine dicke Pleite hingelegt haben muss. Es gibt sogar VC`s, die ihre Kandidaten danach filtern und diejenigen nicht zu den Pitches zulassen, die noch keine Total-Pleite vorweisen können. <a href="http://37signals.com/svn/posts/1643-failure-is-overrated-a-redux">Jason Fried</a> hat sich zu dem Thema im letzen Jahr schon ausgiebig geäussert und ich kann ihm durchaus beipflichten, dass es nicht sinnvoll ist, ein solches Gedankengut in die Köpfen junger Gründer zu verankern. Die mentale Einstellung, die jungen Gründern dort mit auf dem Weg gegeben wird, ist eigentlich ein Unternehmen zum Scheitern zu gründen. Wer aber den Wettkampf antritt und dabei an eine Niederlage denkt, wird nie zu den Gewinnern zählen.</p>
<p>Das zweite Extrem ist die Meinung zum Scheitern hierzulande. Anders als in den USA ist Scheitern in Deutschland immer noch eine Schande. Insolvenz &#8211; igitt! &#8221;Mensch Junge, mach doch einen normalen Job. Die anderen machen das doch auch. Und dann erst der Lebenslauf. Wie sieht das denn aus?&#8221;  Was da spricht ist die pure Angst. Die Angst vor dem Gesichtsverlust oder nicht genug Geld zum Leben zu haben. Diese Einstellung ist ebenso wenig sinnvoll. So starten also die einen (USA) mit einer falschen Einstellung zum Gründen und die anderen (Deutschland) starten erst gar nicht. Nicht etwa, weil sie glauben, dass sie es nicht können, sondern aus der puren Angst davor eine Niederlage und damit den Gesichts- und Sicherheitsverlust hinnehmen zu müssen. Das ist sehr traurig, denn was soll einem jungen Unternehmer in Deutschland bei unserem auf Absicherung aufgebauten System schon passieren. Sogar eine Totalpleite ist aufgrund des Insolvenzrechts geregelt. Aber Insolvenz ist ja „igitt“ und daher eine Schande. Sehr schade!</p>
<p><strong>Man ist immer selbst Schuld &#8211; IMMER<br />
</strong>Na klar gibt es tausend Gründe, auch viele wirklich gute, dass ein Vorhaben nicht so funktioniert hat, wie es angedacht war. Die Krise, der Geschäftspartner, die Bürokratie, die Steuern, die zu blöden Kunden, der zu wenig entwickelte Markt usw. Jeder Unternehmer, der so durchs Leben geht, lügt sich in die Tasche. Wir steuern alles was wir tun selbst. Wir haben uns für den Markt entschieden und wir haben unsere Mitarbeiter eingestellt. Und wenn uns die Bürokratie stört, dann sollten wir überlegen, ob es nicht ein Land auf der Welt gibt, das weniger bürokratisch ist und uns mit offenen Armen empfängt. Vielleicht ist unser Geld dort sogar noch mehr wert als hier.  Also kurz gesagt, wir haben uns selbst dafür entschieden, diesen Weg zu gehen. Es hat uns niemand gezwungen und auch niemand verlangt von uns, dass wir auf ihn hören. So sind es aber auch wir, die selbst für ein vermasseltes Vorhaben geradestehen müssen. Erstaunlicherweise suchen wir in solchen Situationen den Fehler immer bei anderen, anstatt bei uns. Dabei wäre das der erste Schritt, um mit einer unliebsamen Situation umzugehen. Ohne Einsicht keine Besserung. Natürlich kann man auch einfach mal richtig Pech haben und auch gibt es (ohne Frage) sehr harte Schicksale. Aber ein Unternehmer kann nicht langfristig erfolgreich sein, wenn er durch‘s Leben geht und den Fehler bei anderen sucht. <a href="http://lundxy.com/about/">Morten Lund</a>, einer der ersten Investoren von Skype und Serial-Entrepreneur ist, nachdem er $ 50 Mio. auf der Bank hatte, nach einer Pleite mit $ 20 Mio. privat verschuldet gewesen und hat es mit einem Augenzwinkern auf den Punkt gebracht: „<a href="http://lundxy.com/2010/05/40th-st-gallen-symposium/">I totally fucked everything up myself</a>“!“</p>
<div>
<p><strong>Rückschläge machen weise</strong><br />
Was ich allerdings definitv glaube, ist, dass Rückschläge (<em>Rückschlag</em> ist übrigens ein schönerer Begriff als Niederlage, es ist nicht so endgültig) dabei helfen, einen Moment innezuhalten und darüber nachzudenken, was man eigentlich gerade tut. Menschlich gesehen ist das also ein wichtiger Prozess und daher sicherlich auch für Unternehmer &#8220;hilfreich&#8221;, um in weiteren Krisen- oder dann auch Erfolgs-Situationen nicht den Kopf in den Sand zu stecken bzw. abzuheben. Weniger Überheblichkeit hilft uns dabei offen für Neues zu bleiben und nicht ständig alles besser zu wissen als andere Menschen. Menschen die schon einmal gescheitert sind haben also auch weniger Hemmungen von anderen Menschen und deren Erfahrungen zu lernen. Und wer diese Fähigkeit  besitzt, dem kann man nur gratulieren, denn jedes Gespräch, jeder Artikel, jede Begegnung, jedes Unternehmen bringt ihn weiter.  Wenn man rausfinden will, welche Unternehmer um uns herum diese Fähigkeiten besitzen, muss man lernen „einfach mal die Schnauze zu halten“ und zuzuhören, statt mit seinen großen Erfolgen und Erlebnissen zu prahlen. Es lohnt sich!</p>
<p>Fakt ist, dass es dort wo gegründet wird auch Pleiten gibt, sogar einige. Das wird keiner verhindern können. Echte Niederlagen gibt es nur wenige, es sind meistens Pläne oder einzelne Vorhaben, die misslingen, also lediglich Rückschläge auf dem Weg nach oben. Was allerdings &#8220;oben&#8221; ist, muss jeder für sich selbst definieren. Hat man das geschafft, dann ist es kein Problem Krisenzeiten zu überstehen. Winston Churchill hat das in der wahrscheinlich kürzesten Rede aller Zeiten ziemlich gut zusammengefasst: <strong>&#8220;Never, never, never, never give up!&#8221;</strong> Nur der, der aufgibt scheitert und wer gar nicht anfängt bekommt nicht mal die Chance dazu.</p>
<p><em>Wer etwas zum Thema zu sagen hat, kann das gerne über <a href="http://www.facebook.com/home.php?#!/christophmagnussen">Facebook</a></em><em> machen.</em></p>
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		<item>
		<title>Es heißt „Nutze den Tag“ nicht „Laufe im Kreis wie ein kopfloses Huhn“</title>
		<link>http://christophmagnussen.com/archives/2010/08/15/es-heist-%e2%80%9enutze-den-tag%e2%80%9c-nicht-%e2%80%9elaufe-im-kreis-wie-ein-kopfloses-huhn%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Sun, 15 Aug 2010 15:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christoph Magnussen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Werte & Ziele]]></category>

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		<description><![CDATA[Beitrag von Christoph Magnussen. Foto von apl_d200 / photocase.com Der gute alte Leitspruch „Carpe Diem“ ist zwar schon etwas abgedroschen, jedoch ich bin der Meinung, dass er viel zu oft völlig achtlos verwendet wird und somit ein paar Gedanken verdient hat. In Zeiten von Termindruck, Dauerstress und globalen Projekten interpretiert der fleißige Manager von heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocasedl786ake509651811.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-418" title="photocasedl786ake50965181" src="http://christophmagnussen.com/wp-content/uploads/photocasedl786ake509651811.jpg" alt="" width="600" height="440" /></a></p>
<p><em><span style="color: #808080;">Beitrag von<strong> </strong></span></em><a href="http://christophmagnussen.com/about"><em><span style="color: #808080;"><strong>Christoph Magnussen.</strong></span></em></a><span style="color: #808080;"> Foto von apl_d200 / photocase.com</span></p>
<p>Der gute alte Leitspruch „Carpe Diem“ ist zwar schon etwas abgedroschen, jedoch ich bin der Meinung, dass er viel zu oft völlig achtlos verwendet wird und somit ein paar Gedanken verdient hat.</p>
<p>In Zeiten von Termindruck, Dauerstress und globalen Projekten interpretiert der fleißige Manager von heute dieses Motto so, dass der Tag vom Aufstehen bis zum Abendessen durchoptimiert werden muss, um im Kreise der Kollegen die nötige Anerkennung zu finden. Das heißt morgens der erste im Büro, abends der letzte und dazwischen jede Sekunde effizient genutzt. Kurz gesagt halte ich das für die totale Fehlinterpretation.</p>
<p>Den Tag zu nutzen, sich bewusst auf hier und jetzt zu konzentrieren kann nämlich auch bedeuten, Müßiggang und kreatives Nichtstun zuzulassen. Und das gilt nicht nur für Künstler und Philosophen. Gerade Unternehmer, die nach neuen Ideen oder ungeahnten Lösungen suchen, sind gut damit beraten, nicht völlig der protestantischen Arbeitsethik zu verfallen. Wer das für sich erkannt hat, kann viel Potenzial freisetzen und seine Zeit wirklich sinnvoll für die eigenen Lebensziele nutzen, statt nur kopflos  Stunden, Tage und Wochen zu optimieren.</p>
<p><strong>Die gesellschaftliche Anerkennung von Geschäftigkeit</strong><br />
Nicht ganz unwichtig in diesem Zusammenhang ist die mittlerweile gesellschaftlich weit verbreitete Anerkennung von Geschäftigkeit &#8211; egal welcher Art. Die Regel lautet: wer viel zu tun hat ist wichtig und damit erfolgreich. Er macht quasi Karriere. Scheinbar haben wir alle ein sehr klares Bild davon, wie Karriere aussehen muss und akzeptieren es: die ganze Woche Termine, möglichst viel unterwegs und wer die meisten Meilen sammelt steht auf der Kollegenrangliste ganz oben. Im Büro gehören „Wochenendschichten“ zum Alltag und wer noch keinen „Allnighter“ hinter sich hat (also eine Nacht durcharbeiten) ist ein Weichei.<br />
Selbst bei weniger ausgeprägten Extremen ist diese Einstellung absoluter Irrsinn. Dennoch machen wir uns Druck und bekommen ein schlechtes Gewissen sobald wir nicht mit etwas „beschäftigt“ sind. Das führt dazu, dass es oft wichtiger ist irgendwas zu machen, als etwas Durchdachtes bzw. Sinnvolles zu tun.</p>
<p><strong>Das Leben ist nicht der Lebenslauf</strong><br />
Ein weiterer Punkt, der eigentlich gar nicht so schwer zu begreifen, aber nicht so leicht in die Praxis umzusetzen ist, ist die Fähigkeit, sich ganz auf hier und heute zu konzentrieren.  Immer häufiger wird das Leben im Voraus geplant und für die nächste Bewerbung mit einem Eintrag im Lebenslauf festgehalten werden. Wie oft hört man „Ich mache das für meinen Lebenslauf“ oder „Das würde nicht gut in meinem Lebenslauf aussehen“. Wie bitte?! Das Leben ist doch nicht unser Lebenslauf! Zwischen „gestern“, das wir bereits hinter uns haben und „morgen“, das wir nie voraussehen werden können, liegt eben heute. Der heutige Tag, die jetzige Stunde, genau diese Sekunde. Das ist die einzige Zeit in der wir arbeiten und vor allem tatsächlich leben können. Wer aber nur auf seinen Lebenslauf achtet, lebt gestern bzw. versucht irgendwie für morgen zu leben. Abgesehen davon, dass es enorm stressig ist, vernebelt es vollständig den Blick für gute Arbeitsleistung, da man stets bei der nächsten Aufgabe ist.<br />
Richtig erfolgreiche Menschen besitzen die Fähigkeit, sich auf hier und jetzt zu konzentrieren. Zum Beispiel konnte sich John D. Rockefeller mit voller Hingabe auf seine Zahlen und damit sein Geschäft konzentrieren. Das konnte er so viel besser als andere, dass er bereits mit Ende Zwanzig ein reicher Mann war. Oder Albert Einstein, der sich so sehr in seine Berechnungen hineinarbeiten konnte, dass er Essen und Schlafen vergessen hat.<br />
Aber es gibt eben auch Momente in denen es darum geht, einfach nur zu entspannen und ohne Arbeit ganz bei sich zu sein. Wer in diesen Momenten ständig schon beim nächsten Tag oder bei der nächsten Woche ist, wird nie die Chance haben, mit einem klaren Kopf und frischen Ideen an eine Aufgabe zu gehen.</p>
<p><strong>Drang nach sichtbaren Ergebnissen</strong><br />
Ich kenne es selbst nur allzu gut, wenn ein Tag zu Ende geht und man das Gefühl hat, dass heute kein Ergebnis oder zumindest kein erkennbares Ergebnis zustande gekommen ist. Hat man zum Beispiel noch nichts verkauft, versucht man krampfhaft noch ein letztes Verkaufsgespräch zu führen und dem potenziellen Kunden sein Produkt aufzudrücken, statt zu akzeptieren, dass heute nicht der richtige Tag ist.<br />
Dabei ist es eigentlich nicht wichtig, ob ein einzelner Tag gut oder schlecht war. Erst die Gesamtsumme am Ende entscheidet. Auf dem Weg zum Siegertreppchen und zur großen Champagner-Dusche liegen eben ein paar Zwischenabschnitte für die wir akzeptieren müssen, dass es auch solche mit höherem Schwierigkeitsgrad gibt. Vielleicht merken wir später, dass wir gerade durch einen vermeintlich schlechten Tag eine wichtige Erfahrung machen konnten, die uns später geholfen hat. Wir sollten uns von dem Zwang befreien, dass jeder Tag sofort in Zahlen messbar erfolgreich sein muss, denn das entzieht uns positive Energie und lässt uns das große Ziel aus den Augen verlieren.<br />
Erfinder wie Edison oder <a href="http://37signals.com/svn/posts/408-james-dyson-on-living-a-life-of-failure">Dyson sind einige tausend Male gescheitert,</a> ehe ihre Erfindungen auf den Markt gekommen sind. Und die beliebten Post-it Notizzettel haben 11 Jahre gebraucht, bis die Menschheit (und auch die Vorgesetzten des Erfinders <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Fry">Arthur Fry bei 3M</a>) begriffen haben, was man Gutes damit anstellen kann und sie ihren Siegeszug auf den Schreibtischen auf der ganzen Welt antreten konnten. Was ist da schon ein Tag?</p>
<p><strong>Die Krankheit Multitasking</strong><br />
Irgendein schlauer Zen-Meister hat mal gesagt „Wenn ich gehe, dann gehe ich und wenn ich stehe, dann stehe ich.&#8221; &#8211; Genügt das nicht? Im Gegensatz dazu sind wir heute spezialisiert darauf, erstaunlich viele Dinge parallel zu bewältigen (oder glauben zumindest, dass wir es könnten). E-Mails mit der einen Hand schreiben während die andere Hand gerade am Handy ist, ist eine besonders beliebte Tätigkeit. Es ist schon erstaunlich wenig respektvoll, das Klackern der Tastatur durch das Telefon zu hören, während uns gleichzeitig mit einem verständnisvollen „Mmmmh“ geantwortet wird.<br />
Dabei ist uns doch klar, dass wir nicht zwei Dinge gleichzeitig machen können und auch noch erwarten dürfen, gute Ergebnisse abzuliefern. Kein Mensch kann beispielsweise mit zwei Stiften gleichzeitig schreiben oder zwei Texte gleichzeitig lesen &#8211; wozu auch. Genauso wenig wie man im Urlaub abschalten und parallel ein paar E-Mails beantworten kann. Wenn man gerade mit Nichtstun beschäftigt ist, sollte eigentlich keine Zeit für andere Dinge bleiben. Obwohl solche Momente ausgekostet werden sollten, haben viele von uns ein schlechtes Gewissen, da scheinbar der Rest der Welt am Arbeiten ist (oder zu mindest so tut). Und sind wir dann wieder zurück im Büro, ist es das Gleiche. Wir arbeiten an einer Aufgabe und haben dabei ständig das Gefühl, dass wir ein anderes Projekt vernachlässigen. Abgesehen davon, dass das am Ende schlecht für beide Aufgaben ist, erzeugt es vor allem Stress im Kopf, den wir uns sparen könnten und den kopflosen Hühner überlassen sollten, die sonst so im Büro auf- und ablaufen.</p>
<p><strong>Venedig in Bildern</strong><br />
Nun gönnt man sich dann doch endlich eine Auszeit, sucht sich einen inspirierenden Ort mit genügend Abstand vom hektischen Alltag, um dann gleich wieder in die „Ich-nutze-jede Sekunde-effizient“ Falle zu verfallen.<br />
Wer einmal im Sommer in Venedig war, wird dieses Phänomen besonders in Erinnerung behalten haben. In das 270.000 Einwohner kleine Lagunenstädtchen fallen jedes Jahr 16 Millionen!!! Touristen ein. 99% von ihnen aufgerüstet mit dem neuesten digitalen Foto-Equipment und genügend Speicherkarten, um ganz Italien zu kartographieren.<br />
Ein erstaunliches Phänomen: fast kein Tourist geht mehr durch die Stadt und versucht den Moment auf sich wirken zu lassen. Einfach die wunderschöne Architektur und die spezielle Atmosphäre an den Kanälen genießen. Nein &#8211; es muss jede Brücke, jeder Gondolieri, jeder kleine Palazzo fotografiert werden &#8211; völlig egal wie viele Fotos von der Stadt schon existieren bzw. man selbst schon gemacht hat. 1000 Bilder an einem Wochenende sind da keine Seltenheit.<br />
Ich glaube es ist weniger der Drang nach Anerkennung, am Ende des Urlaubs den Freunden zeigen zu können, wo man überall war, als vielmehr die Hoffnung, diesen schönen Moment bloß irgendwie festhalten zu können. Dabei ist es eigentlich sonnenklar, dass wir diesen Moment heute hier und jetzt nicht festhalten können &#8211; egal wie viel Millionen Megapixel unsere Kamera hat. Er wird vorbeigehen. Wir können ihn nur genau jetzt nutzen.</p>
<p>Sollte sich also wieder mal jemand mit einem väterlichen &#8220;Nutze deine Zeit sinnvoll mein Sohn!&#8221; zu Wort melden, so können wir  mit gutem Gewissen und in aller Ruhe antworten &#8220;Tue ich doch grad!&#8221; bevor man die Füße wieder zurück auf den Tisch legt. &#8220;Eine gewisse Anzahl von Müßiggängern ist notwendig zur Entwicklung einer höheren Kultur.&#8221; wusste schon Miguel de Unamuno. Na wer hat denn da keine Lust dran mitzuarbeiten?</p>
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