Inspiration
Losing My Virginity: How I’ve Survived, Had Fun, and Made a Fortune Doing Business My Way
Wer mit dem Gedanken spielt zu gründen, aber noch den letzten Tritt in den Hintern braucht, für den ist Richard Branson’s Buch über seine eigene Unternehmergeschichte genau das richtige. Der perfekte Einstieg, der motiviert und gleichzeitig alle Ups & Downs des Gründerlebens mit sehr viel Humor beschreibt. Genau so sollte man es nehmen. Entrepreneurship soll ja schließlich Spaß machen.
Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung
Der Urvater des Begriffs Unternehmertum bzw. dessen was heute darunter verstanden wird. Schumpeter war es, der bereits 1911 die “Kraft der schöpferischen Zerstörung” beschrieben hat, die so gerne in diesem Zusammenhang zitiert wird. Es ist äußerst inspirierend, ein so altes Buch zu lesen und zu merken, wie viel davon auch heute noch gilt.
Kopf schlägt Kapital.
Das Buch von Günter Faltin macht richtig Lust auf´s Gründen. Er erklärt, wie man gute Geschäftsmodelle baut und mit Komponenten (Outsourcing) realisiert, um sich nicht in der Tagesarbeit zu verlieren. Mein Unternehmen Zencover basiert genau auf diesem Konzept und ich hatte beim START Summit 2011 auch endlich mal die Chance darüber mit Faltin zu diskutieren. Ein wirklich spannender Unternehmer.
Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben
Ein Bestseller und ich wunder mich, dass es immer noch Leute gibt, die es nicht gelesen haben. Auch wenn in dem Buch sehr viel schöne Geschichten erzählt werden (die etwas zu schön sind, um wahr zu sein) so ist der Grundgedanke für Unternehmer sehr inspirierend: ein Geschäftsmodell bauen, bei dem so viel wie möglich automatisiert und ausgelagert ist, um nicht selbst zum Dauerarbeitsklaven zu werden und das Unternehmen unabhängig der eigenen Arbeitszeit skalieren zu können. In seinem Blog kann man schön verfolgen, wie Autor Tim Ferris das für sich selbst umsetzt.
The Big Switch: Rewiring the World, from Edison to Google
Wer wissen und verstehen will, warum das Internet nicht nur ein netter Zeitvertreib oder eine Einkommensquelle für Nerds ist, sondern in Zukunft der Dreh- und Angelpunkt unserer Arbeitswelt sein wird, sollte dieses Buch lesen. Als ich das Buch gelesen habe, ist mir klar geworden, dass online Arbeiten (Google Apps, Salesforce, 37signals etc.) so alltäglich sein wird, wie Strom aus der Steckdose.
Wie ich die Dinge geregelt kriege: Selbstmanagement für den Alltag
Die Organisations-Bibel. Vor allem in den USA hat David Allen mit dem Buch einen Hype ausgelöst und auch in Deutschland kommen immer mehr Leute auf den Trichter. Wer nicht das ganze Buch lesen will, findet hier die zusammengefasste Wikipedia-Varianten von GTD. Es empfiehlt sich jedoch, nicht alles ohne Reflexion zu übernehmen, sondern sich zu überlegen, was man am besten in seinen eigenen Alltag übertragen möchte.
Flow: Das Geheimnis des Glücks
Das Buch von dem Autor mit dem unaussprechlichen Namen Mihaly Csikszentmihalyi lohnt sich sehr zu lesen, wenn man verstehen möchte, wie ganz normale alltägliche Aufgaben und Arbeit zur eigenen Zufriedenheit beitragen. Wer immer noch glaubt, dass man das Leben erst mit 50 in Frührente genießen kann, weil man vorher arbeiten muss, sollte dringend das Konzept von Flow verstehen und umsetzen.
Walden – Henry David Thoreau
Hier kommt mein Hang zum Minimalismus durch. Walden wurde bereits 1845 geschrieben und ist eines der Bücher, die eigentlich jeder in seinem Leben gelesen haben sollte. Sicherlich kann man nicht alles völlig wertfrei übernehmen, aber die Grundidee ist eine, die ich absolut unterstützen und gutheißen kann: Fokus auf das Wesentliche, Genügsamkeit und maßvolles Handeln – etwas, dass heute an vielen Stellen in Vergessenheit geraten ist.
Weiter Bücher, die ich wärmstens empfehlen kann:
The E-Myth Revisited: Why Most Small Businesses Don’t Work and What to Do About It
Verhandeln im Grenzbereich: Strategien und Taktiken für schwierige Fälle
Titan: The Life of John D. Rockefeller, Sr. (Vintage)
Buyology: Truth and Lies About Why We Buy: Truth and Lies about Why We Buy. Broadway Business
Die Gewinnung des öffentlichen Vertrauens: Ein Lehrbuch der Markentechnik
Firmen und Unternehmer, die man sich anschauen sollte
37signals
Die Jungs sind echt cool! Mit einer Handvoll Leuten schrauben sie an ihren “Software as a Service Produkten” (Software über´s Internet) und machen damit Millionenumsätze. Das ist ein viel profitableres Business als jedes typische volldurchfinanzierte Start-up. Vor allem entspannter und nicht so kopflos, wie bei vielen Mitbewerbern! Wer nach guten Geschäftsmodellen sucht, sollte sich von 37signals eine Scheibe abschneiden. Hier ist ein sehr guter brandeins Artikel über das unkonventionelle Unternehmen mit dem Arbeitsmodell der Zukunft.
Get Abstract – Buchzusammenfassungen
Get Abstract ist ein super Beispiel dafür, was ein gutes Geschäftsmodell ausmacht. Thomas Bergen, ebenfalls ein HSG-Alumnus, hat hier ein Unternehmen gegründet, das mit einem einfachen Modell (Zusammenfassungen von Büchern) gutes Geld verdient (Abo´s ab 90 EUR) und vor allem schon lange, sehr profitabel läuft (seit 2001). Ich habe Thomas 2006 auf dem START Summit in Lilienberg kennenlernen dürfen, als er Get Abstract vorgestellt hat. Einfach mal anschauen, wenn man verstehen will, was ein gutes Geschäftsmodell ausmacht.
Teekampagne
Die Teekampagne ist im Prinzip das lebendige Beispiel dafür, dass die Idee von Professor Faltin, aus Komponenten zu gründen, funktioniert. Knapp 20 Mitarbeiter machen ca. 9 Mio. EUR Umsatz. In den 80er Jahren ware er der erste, der Tee direkt von der Plantage in Indien nach Europa importiert hat. Die Auswahl ist auf eine Sorte beschränkt: auf die Beste. Es gibt ausschließlich Darjeeling Tee, dafür aber in Großpackungen. Wo andere Teehändler also große Sortimente und kleine Packungen bewegen müssen, dann das Teekampagne Team sich auf ein paar wenige Stellhebel konzentrieren. Sehr entspannt.
Red Bull
Warum habe ich Red Bull unter die spannenden Geschäftsmodelle genommen? Ganz einfach Dietrich Mateschitz hat das Ur-Produkt in Thailand entdeckt und sich darauf konzentriert, das Marketing genauestens zu planen und dann Jahr für Jahr, Schritt für Schritt und Land für Land auszurollen. Die Doose hat sich seitdem nicht verändert, der Geschmack auch nicht und die Marge ist Schätzungen nach gigantisch gut. Während andere Getränkehersteller wie kopflose Hühner umher rennen, hat Red Bull eine Konsequenz und Langfristigkeit an den Tag gelegt, die seinesgleichen sucht (by the way – der WM-Champion Sebastian Vettel wird seit seinem 9. Lebensjahr von Red Bull gesponsert. Soviel zum Thema Langfristigkeit).
Karl Lagerfeld
Nein, ich bin nicht unter die Modeschöpfer gegangen, bin aber überzeugter Fan von Lagerfeld, da er in meinen Augen das perfekte Beispiel einer gut inszenierten One Man Show (eigentlich eher ein One Man Show Empire) ist. Selbst wenn jemand seinen Namen nicht kennt, so weiß man immerhin “der Typ mit der Sonnenbrille und dem Zopf”. Er ist der Kopf und gibt vor, was andere später umsetzen müssen und verdient damit sicher nicht schlecht. Eigentlich ein schönes Beispiel, wie selbstständiges Arbeiten und ein gutes Geschäftsmodell unter einen Hut gebracht werden kann.